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Unternehmensstrafrecht

Im Unterschied zu vielen anderen Ländern gibt es in Deutschland nach wie vor kein „echtes“ Unternehmensstrafrecht. Entsprechende Gesetzesentwürfe sind immer wieder Gegenstand der rechtspolitischen Diskussion. Über § 30 OWiG kann gegen ein Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen aber eine Geldbuße von bis zu 10 Millionen Euro verhängt werden, wenn ausgewählte Mitarbeiter des Unternehmens eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit begangen haben. Daneben besteht auch in Deutschland die Möglichkeit, ein Unternehmen über die Vorschriften des „Verfalls“ und der „Einziehung“ strafrechtlich zu belangen.

Stehen strafrechtliche Verfehlungen innerhalb eines Unternehmens im Raum, ist es unverzichtbar, dass neben den natürlichen Personen auch das Unternehmen als solches strafrechtlich beraten wird.

Neben den oben genannten Risiken empfiehlt sich eine anwaltliche Beratung auch zum Austausch mit den Individualverteidigern der einzelnen Beschuldigten und zur Koordination von Presseanfragen in einem laufenden Verfahren.